Donnerstag, 18. Dezember 2014

Advent, Advent - viel zu spät, aber ein wunderbares Buch. Auch das restliche Jahr über.

Dieser Beitrag enthält unter anderem Werbung, 
diese sei hiermit gekennzeichnet. 

Foto von Werkeltagebuch

Leider bin ich viel zu spät dran mit meinem Posting über dieses so feine Buch. Das betrübt mich selbst am allermeisten. Anfang November schon waren wir nämlich in freundlicher Blogrunde in den Hölker-Verlag zu Münster geladen. Dort verbrachten wir einen kurzweiligen und interessanten Nachmittag mit allerlei Kulinaria aus dem neuen Buch von Lisa Nieschlag und Lars Wentrup (inklusive Bildern von Julia Cawley alias Jewels) plus einer Führung durch die "heiligen Hallen" - reichlich Futter für die Augen.

Foto von Werkeltagebuch

Foto von Werkeltagebuch

Foto von Werkeltagebuch

Mein gustatorisches Glanzlicht waren die Florentiner Ecken. Alter. Was sind die gut. Der Clou ist ein Hauch Orangenschale, das schmeckt so großartig, ich schmeiss mich weg. Und klar ist, es braucht keine Adventszeit, um mir die nachzubacken.

So sehen die Florentiner Ecken im Buch aus.

Foto von Werkeltagebuch

Foto von Werkeltagebuch
Von vorne nach hinten: Weihnachtstarte, Grümmelplätzchen, Florentiner Ecken, Winterapfelplätzchen.
Das sind übrigens Lisa und Lars. Sie haben uns im Laufe des Nachmittags erzählt, wie das Buch peu à peu mit Ideen und Rezepten plus zauberhaften Bildern gefüllt wurde, aber auch, wo es mal hakte. Zum Beispiel gab es keinen Schnee, als die Außenbilder fällig waren. Nirgendwo. Gerade diese Geschichten machen den Entstehungsprozess für mich als Grünhorn total interessant. Weil aalglatt und gottgewollt, das ist ja langweilig.

Foto von Werkeltagebuch

In "Advent Advent" sind übrigens nicht nur Rezepte, sondern auch jede Menge Werkelideen zur passenden Deko drumherum. So zum Beispiel der Kollege mit den Päckchen auf dem Dach. Aber auch echt coole Karten zum Selberbasteln.

Foto von Werkeltagebuch

Beschenkt wurden wir auch noch. In den Säcklein waren gute Dinge zum Backen der Firma Davert, die ebenfalls in der Region beheimatet ist.

Foto von Werkeltagebuch

Als Präsent für Kindergärtnerinnen, Wichtelfreunde und andere liebe Menschen habe ich mich nun im Nachgang für das Glühweingelee aus "Advent Advent" entschieden. Die hat schon bei der Zubereitung so gut geduftet, dass unsere Wohnung ein gewisses Weihnachtsmarktfeeling nicht recht verleugnen konnte.

Foto von Werkeltagebuch

Seid allerherzlichst gegrüßt, habt eine schöne restliche Adventszeit. Alles Liebe von Nina

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Über Nikolaustraditionen, eine Fotogewinnerin, Wichtel, ein neues Ebook namens Kuschelkomplizen und überhaupt.

Es steckt auch Werbung in diesem Posting, sie sei hiermit gekennzeichnet.

Liebe Menschen aus dem Internet, über Eure ausführlichen und offenen Kommentare zum letzten Posting, in dem man ein Foto aus meiner Galerie gewinnen konnte, habe ich mich riesig gefreut. Zum einen erzählt Ihr liebevoll, wie Ihr Traditionen fortführt und heute mit Euren  Kindern feiert, aber auch die weniger schönen Erinnerungen wurden geschildert. Dafür danke ich Euch.

Auch Eure aufmunternden Worte zu meinem Hadern in Sachen Blogtaktung haben mir gut getan. Habt ganz vielen Dank für Euren Zuspruch und die viele Freundlichkeit!

Wer nun das Foto der Wahl gewonnen hat, war natürlich davon unabhängig, wie der Kommentar inhaltlich aussah und wurde per Zufallsgenerator ermittelt. Aber zuerst dränge ich Euch noch diverse Nikolaus-affine Dinge auf, der Name der Gewinnerin steht am Schluss.

Erst einmal unsere eigene Nikolaustradition.
Seit 5 Jahren ist sie annähernd identisch und macht den Kindern und mir viel Freude. Zum einen schreibt bzw. malt jedes Kind für den Nikolaus. Der große Junge hat in diesem Jahr eine famose Kurzgeschichte verfasst, in der der Nikolaus einen entführten Batman rettet und beide auf ihre Art echte Superhelden sind. Das Lieblingsmädchen hat ein Bild gemalt, in dem der Nikolaus über einer Farm auf einer Wolke schwebt, mit ihm die Geschenke und ein beseeltes Grinsen. Der kleine Krawallix hat das Motiv seiner Schwester übernommen, allerdings hat sein Nikolaus eine Nase, ist ansonsten aber Modern Art.

Der Nikolaus selbst hinterlässt jedem Kind einen Brief. Der ist geschrieben auf ganz altem, braunem Papier und lobt, was es gut gemacht hat. Der Nikolaus sagt den Kindern jedes Jahr, wie stolz er auf sie ist. In diesem Jahr hatte er auch für mich einige Worte bereit.


Die Kinder und ich backen Lebkuchen und jeder sticht ein Häuschen für den Nikolaus aus, das im Anschluss mit Zuckerguss und Gummizeug reich verziert wird. In den vergangenen Jahren hatte der Nikolaus immer so viel Hunger, dass morgens nur ein paar Krümel übrig waren, aber diesmal hat er sie für die Kinder stehen gelassen und sich "nur" an den kleinen Kunstwerken erfreut. Vielleicht auch ein Handybild geknipst, wer weiß.


In die Stiefel gibt es Süßkram und 2 kleinere Geschenke. In diesem Jahr allerdings standen noch 3 putzige Kollegen daneben, was zwar eine andere Geschichte ist, aber die wird jetzt direkt im Anschluss erzählt. Also:

Es gab mal eine Zeit, in der hier täglich die Nähmaschine ratterte, das ist nun schon eine Weile nicht mehr so, aber wenn dann doch mal etwas zustande kommt, freue ich mich über die Maßen. In diesem Falle wurde es ausgelöst durch Marina, die mich zum Probenähen einlud. Nach einer zerstreuten Zusage, einfach, weil sie so nett ist, rückte die Sache in den Grenzbereich des seligen Vergessens, wurde aber doch wieder sehr präsent, als mir dank des Outputs von Paola klar wurde, dass ich damit für Nikolaus ein totales As im Ärmel haben können würde sozusagen.

So standen also 3 famose Gesellen neben den ungeputzen (ähem) Stiefeln, den Briefen, den Knusperhäuschen und bewachten das Szenario. Das kleine Volk ist gelinde gesagt absolut steil gegangen und einer von ihnen, der nicht spezifiziert werden möchte, trug seinen Komplizen tagelang mit sich herum. Im Bett schlafen dürfen alle drei.


Das Ebook zu dem Wichtel, aber auch Rabe, Fuchs und Marienkäfer, gibt es seit Donnerstag, 11.12.14, bei Farbenmix, Ihr könnt zusätzlich eins hier im Werkeltagebuch gewinnen (boah, schon wieder eine Verlosung, das hat durchaus etwas Inflationäres, war aber spontan nicht zu verhindern). Und seid versichert, sie sind super einfach genäht. Sonst hätte ich nie im Leben an einem Abend alle 3 fertig gehabt.

Hinterlasst einen Kommentar mit sich für mich erschließender Mailadresse bis Sonntag Abend, 14.12.14 um 23.59h, mehr muss nicht. Die Gewinnerin bekommt von mir dann am Montag Nachricht.

Ein Nikolaus-Geschenk-Foto hat übrigens Ghislana von jahreszeitenbriefe gewonnen. Hoffentlich freust Du Dich, Du Gute. Und weil ich Euch ein wenig mit unseren Traditionen vertraut gemacht habe, taugt dieses Posting sogar für das aktuelle Monatsmotto bei den Short Stories. Bämm!

Allerliebste Grüße an Euch alle, habt noch eine schöne Woche und achtet gut auf Euch. Nina

Samstag, 6. Dezember 2014

Nikolausgeschenk zu gewinnen.

So, Ihr Lieben, hier ist es schon länger eher ruhig. Das stimmt mich ambivalent.

Zum einen vermisse ich die Zeiten, in denen eine annähernd tägliche Blogrunde, gegenseitiges Kommentieren, Kreativität meinerseits und dazu regelmäßige Postings den Ablauf definierten. Aber der Blog war zu jeder Zeit meine Nische, kein ehrgeiziges Projekt, aus dem Broterwerb oder Weltherrschaft erwachsen sollten.

Und nun kehrt sich seit einer Weile das Geschehen ins Gegenteil. Ich bin zwar nicht blogmüde, aber outputmüde. Vielleicht auch kommunikationsarm, ein bisschen.

Und so sage ich mir, es ist Deine Nische, wenn Dir nicht danach ist, mußt Du sie nicht betanken. Aber schade ist es drum. Ich war nämlich immer ein bisschen stolz auf diesen Kreativwinkel in meinem Leben und meiner Seele hat das Gestalten (Projekte, Texte, Bilder) gut getan.

Im kommenden Jahr ändert sich beruflich einiges. Das Zeitfenster für diesen Blog wird dadurch klein, wie es mit den Energien und dem Flow aussieht, bleibt abzuwarten. Aber vielleicht lechze ich ja gerade durch möglicherweise latent mangelnde Farbenpracht im 1.0 genau nach dieser feinen kleinen Nische. 

Lange Rede und so weiter, wer den Betreff gelesen hat, fragt sich vermutlich, was das lange Intro sollte, wo es doch was zu gewinnen gab.

Ich möchte diejenigen beschenken, die sich trotz meiner holperigen Taktung immer wieder hier hin verirren und ein freundliches Wort für mich übrig haben. Seid herzlich gegrüßt und von Herzen danke!

Es gibt ein Bild. Eigentlich sollte dazu noch ein kulinarisches Körbchen erwachsen, aber ich bin mit der Weihnachtsbäckerei derart im Hintertreffen, dass das ins Unrealistische abdriftete.

Ihr könnt also wählen zwischen 5 Motiven, die Gewinnerin bekommt es auf Wandschmuck-Ausmaß vergrößert, aber ungerahmt, geschenkt. Hoffentlich mögt Ihr die Auswahl, bitte gebt im Kommentar an, welches Foto es sein soll. Und ja, um es gewinnen zu können, muss man kommentieren. Und mir erzählen, wie Ihr in Eurer Kindheit Nikolaus gefeiert habt, wenn überhaupt.

Tor 1


Tor 2


Tor 3

Das wäre auch ein schöner Beitrag zu In Heaven bei meiner lieben Katja.

Tor 4


Tor 5


Allerbeste Grüße und happy Nikolaus von Nina, habt es schön.

Übrigens, Frauke verlost auch ein Geschenk zum Anlass, schaut doch mal.

Die Verlosung endet am 10.12.2014 um 23.59h, die siegreiche Person wird per Email benachrichtigt (falls Ihr auf dem Blog keine Adresse angegeben habt, hinterlasst sie bitte im Kommentar). Teilnehmen kann jeder, einen (rechtlichen) Anspruch hat keiner. Ihr kennt die Litanei, wer nicht gewinnt, hat kein Glück gehabt, macht bitte kein Fass auf. Berücksichtigt werden nur Kommentare, in denen a) die Frage (siehe oben) beantwortet und b) ein Bild ausgesucht wird.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Erstes Filmchen im Werkeltagebuch und ein Produkt hab ich auch noch getestet

Dieser Beitrag ist auch Werbung, wenngleich hoffentlich trotzdem unterhaltsam. 
Wer das doof findet, sollte nicht weiterlesen. Habt einen schönen Tag. Liebe Grüße, Nina

Wie die aufmerksame Leserin weiß, interessiere ich mich für leckeres Essen und backe und koche gerne vor mich hin, gesund darf es sein, muss aber nicht immer. Also schon alles noch im menschlich leistbaren und für Kinder und andere Spalter zumutbaren Rahmen.

Hier sind aber ein Lieblingsmädchen nebst Mutter tendenziell laktoseintolerant, wir müssen ein wenig schauen, dass wir Maß halten und bisweilen alternative Produkte nutzen. Die Firma Keimling hat einen Nussmilchbereiter namens Soyabella im Angebot, der rief meinen Namen, war mir aber reichlich teuer dafür, dass ich nicht einschätzen konnte, ob der auch für unseren Alltag was taugt oder eher ein fancy Statussymbol im Rohkostadel sei.

Mit Blümchendeko. Alter.

Keimling war tatsächlich so nett, mir auf meine Anfrage hin das Gerät zum Produkttest zur Verfügung zu stellen (zusammen mit einem Päckchen Mandeln und Hanfsamen) und dazu weiß ich nun ein bisschen was zu erzählen.


 

Der Soyabella sieht aus wie ein Wasserkocher, paßt in jeden Schrank, stört aber optisch auch nicht, wenn er in der Küche sichtbar bleibt. Er ist simpel in der Bedienung und einfach zu reinigen. Wenn man wie ich immer vergißt, die Mandeln über Nacht in Wasser einzuweichen, ist das auch egal, es geht mit weniger schlotzigen Exemplaren genauso.


Ich hab auch andere Sachen ins Körbchen geschmissen und Milch daraus gemacht. Sei es eine bunte Nussmischung mit Resten vom Studentenfutter, Cashews und Cranberries (in Kombination), Datteln und Pistazien, Hanfsamen, Walnüsse und und und.


Am coolsten finde ich, wie schnell es geht. Mandeln und Wasser rein, Knopf drücken (bei Bedarf mehrmals) und fertig. Das ist genau nach meinem Geschmack, denn mit der Warterei hab ich es nicht so.



Die Mandelmilch (oder WasAuchImmer-Milch) ist nicht nur so lecker (am besten leicht gesüßt z.B. mit Ahornsirup oder dem weniger gesunden Agavendicksaft), sondern geht auch prima im Kaffee oder Tee. Damit ist eine Alternative für Laktoseintolerante am Start, aber ebenso für die wachsende Gruppe der Paleo-Artisten.


Gebacken hab ich übrigens auch. Und zwar zweimal nach dem Rezept von Susy, einmal mit Mandelmilch und Mandeln drinne, einmal mit Walnussmilch und Walnüssen. Wobei anzumerken wäre, dass der Walnusskuchen zwar lecker war, aber null nach Walnüssen, sondern deutlich nach schwarzem Tee geschmeckt hat. Hä? Jemand Chemiker?


Den Trester kann man vielseitig einsetzen. So aus dem Siebchen gelöffelt schmeckt er wässrig und eher nicht überzeugend, aber sowohl in der Gemüsepfanne als auch im Salat, im Kompott oder unter den Kuchenteig gerührt ist er prima.


Wenn man die Mandeln vorher einweicht, ist der Trester deutlich weniger stückig.

Nach der Probezeit hab ich mich für das Gerät entschieden und freue mich über diese Anschaffung, auch wenn ich ansonsten eher ausdünne (braucht jemand einen Brotbackautomaten?). Der Soyabella kann desweiteren Sojamilch kochen (mag ich generell nicht besonders) und Suppen (inklusive pürieren). Das hab ich noch nicht ausprobiert, mal schauen, hier fliegt noch ein Kürbis tief, der wäre dafür sicher ein geeigneter Proband.

Beste Grüße von Nina

Danke an Stephan für elementare Unterstützung und Know-How in Sachen Filmchen. Weißte Bescheid. Hase.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Upcycling - Dienstag Dezember 2014

Hier sammeln wir im Dezember 2014 Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.

Wer keinen Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder bei Pinterest. Durch Eure Teilnahme erklärt Ihr Euch damit automatisch einverstanden. Bitte verwendet nur Fotos, an denen Ihr die Bild- und Motivrechte innehabt.

This is where we collect upcycling ideas for December 2014. Feel free to join us (does not have to be a new posting, a good idea never grows old :-)). We gather and share our projects on Pinterest, please do only join in if you are fine with that. Furthermore it is important that you hold the rights to the pictures you are posting.


Auch beim Upcycling-Dienstag für Dezember könnt Ihr Euch in Sachen Nachhaltigkeit und Wiederverwertung / Zweckentfremdung gerne hier austoben, egal an welchem Wochentag, Hauptsache, er liegt innerhalb von 12/2014. Ältere und neue Projekte sind willkommen, kleine und große, einfache und knifflige. Das Linktool findet Ihr am Ende des Postings.

Ihr könnt Euch von Eurem Blog aus hier verlinken oder aus Eurem Instagram-Account heraus, das ist eine Neuerung bei InLinkz und hier (*klick*) könnt Ihr nachlesen, wie es geht. Das mag ja doch praktisch sein, wenn man entweder nicht bloggt oder Zeit / Lust nicht fand.

Ein Backlink ist übrigens meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit, leider nicht für jede(n). Denkt bitte daran, ich mag das nicht anmahnen müssen. Danke.

It's a linkparty now, I thought that might be easier and more transparent for you. I'll pin on Pinterest anyway, so hopefully this is the nicest way for all of you to join in and to have a good overview over the other projects. You join in from your blog or your Instagram account - don't forget the backlink.

°°°° °°°° °°°° °°°°

Hier sollte nun eigentlich mein Beitrag (noch besser: "hier sollten nun eigentlich meine Beiträge) für den Monat Dezember folgen. Ich hab nur keine.

Der November war in mehr als einer Hinsicht anstrengend. Die Kinder (wechselweise) und ich (nicht wechselweise) durchgehend krank oder zumindest eingeschränkt. Zudem fand gestern, also am 01.12., eine Prüfung statt, die für meine berufliche Zukunft enorm wichtig war und für die ich richtig viel lernen musste. Was ohnehin nur begrenzt möglich war, denn mit Konzentration und Schwung war es nicht weit her. Aus diesem Grund fiel unser 1. Advent auch vollständig aus.

Das Bloggen und die Kreativität sind dem zum Opfer gefallen und so schalte ich nur schnöde das Linktool für Euch frei und hoffe, bald einen eigenen Beitrag fertig zu haben. Auch die noch fehlenden Projekte bei Pinterest aus dem November werden nachgetragen, keine Sorge.

Seid lieb gegrüßt, habt eine schöne Vorweihnachtszeit, achtet gut auf Euch und alles Liebe. 
Nina

So this is where you were supposed to find my monthly upcyclings but unfortunately I have none. In the past month the children were ill nonstop (in turns though) - not talking about myself. Had a couple of rough weeks healthwise as well. Moreover I took an exam yesterday and had to study hard for it. It all went well. But the blog and my creativity have been suffering during these past weeks and I hope to fill this void here soonish. So this is solely me switching on the linktool and being curious to see your projects.

All the best, please don't be mad. Nina



Mittwoch, 19. November 2014

#blogst14 und Hamburg

Ehrlich gesagt kommt es mir so vor, als wäre ich am dritten Tag nach der Blogst-Konferenz schon reichlich spät dran mit meinen Eindrücken. Die bereits veröffentlichten Postings sind umfangreich und informativ, zudem gab es unter #blogst14 währenddessen die Rundum-Instagram-und-Twitter-Bespaßung, so dass ich nicht recht weiß, was noch schreiben, das nicht schon längst gesagt wurde.

Also einmal chronologisch und wieder fast ohne Fotos. Großartig. Dabei hatte ich mir letztes Jahr geschworen, dass es da einen Aufwärtstrend geben würde.

Anreise war am Freitag Morgen. Erstaunlich, wie viele (mir fremde) Menschen übrigens um diese Tageszeit in öffentlichen Verkehrsmitteln schon die Lampe anhaben. Direkt am Hamburger Hauptbahnhof dann vorbefreute Verabredung plus Mittagessen mit einer meiner liebsten Bloggerinnen in Personalunion mit famoser Person. Wohltuend war das. Es gibt solche Menschen, die kennt man weder lange noch in allen Lebenslagen und doch, sie wohnen in einem Zimmer im Herzen.

Landungsbrücken mit falscher Kameraeinstellung, aber trotzdem feiner Ausbeute

Das selbstgesuchte Übernachtungshotel in Stellingen (nicht der Veranstaltungsort) war praktisch und sehr grün angemalt. Erwähnt sei aber die wundervolle Gesa, die das zweifelhafte Vergnügen hatte, sich mit mir und meiner Dreifachsteckdose für den Kommunikations-Fuhrpark ein Zimmer zu teilen - und mir noch einen Tacken mehr ans Herz gewachsen ist als ohnehin schon. Nerven aus Draht und ein Herz aus Gold.

Am Freitag Abend waren wir erst an den Landungsbrücken (da seufzt mein Herz), dann in etwas kleinerer und überaus harmonischer Runde im Schanzenviertel und später beim Blogst-Vorglühen im Hotel Lindner, in dem ein Großteil der Bloggerinnen auch übernachtete. Es war fein, viele liebe Menschen wiederzusehen und mal zu drücken, nett zu plaudern bzw. gegen den allgemeinen Plauderpegel anzuplaudern, und vorfreudig auf den nächsten Tag, aber platt wie Salat in die Heia zu fallen.


Nun zur Konferenz:
Es gab viel Input. Die Themen waren vielseitig zusammengestellt, die Abläufe reibungslos, die Orga perfekt. Wie Ricarda und Clara es auch am Anfang formulierten: Die Blogst ist erwachsen geworden.

Zwei Vorträge haben mich nachhaltig beeindruckt. Am Samstag war das Mel von GourmetGuerilla mit ihren Anregungen zum korrekten Ablauf von Kooperationen respektive dem professionetten (Ver)Handeln. Ich selbst bin dahingehend eher unerfahren und sträube mich auch. Vermutlich aus dem Gefühl, das Bloggen so wie bisher als Wohlfühlnische betrachten zu wollen und über den Upcycling-Dienstag hinaus verpflichtungsfrei zu belassen. Wer Kooperationen eingeht, tut das ja letztlich auch auf der Basis von "hard facts" wie Klickzahlen und folgerichtig deren Stabilität, sonst hält man indirekt (oder sehe ich das falsch?) seinen Teil des Deals nicht hoch. Aber unter Druck werde ich, anders als manch anderer, unwillig und gaaanz laaaangsam. Müde, unlustig, uninspiriert, all das. Freunde von mir sind z.B. unter Termindruck sensationell gut. Ich könnte dann heulen, sonst nicht viel.

Mel jedenfalls beschrieb in einer Präsentation, die alles hatte von Struktur über Wissen über Kurzweiligkeit - auch für Unerfahrene verständlich -, an welche Grundregeln man sich halten sollte in Zusammenarbeit mit egal wem. Viel davon greift auch im wahren Leben, z.B. dass der Ton die Musik macht, gute Manieren das A und O sind oder auch, dass man beispielsweise die Details eines Deals lieber für sich behalten sollte. Auch eventuelles Wissen über andererleuts Kooperationen sind mit Diskretion zu behandeln und sollten mitnichten herausposaunt als eigene Verhandlungsgrundlage dienen.

Tweets zu @gourmetguerilla
Auszug aus meinem Twitterschaffen

Samstag Abend war Party, das ist nicht meins. Genau so wenig wie Bilder in der Photobooth, auch wenn es bestimmt lustig wäre, so im Nachhinein. Aber ich hab da irgendwie eine Ladehemmung oder bin nicht vergnügt genug oder was auch immer. Also, es haben manche begeistert getanzt, andere eher mit gebremstem Charme, aber das ist sicher lobenswerter als wie ich deplatziert am Rand zu stehen. Früher war nicht nur mehr Alufäden am Weihnachtsbaum.

Am Sonntag Vormittag habe ich zuerst kapiert, dass Pinterest sich nicht nur für den Upcycling-Dienstag bezahlt macht, sondern auch für den Blog an sich. Mein Zweit-Account heißt also ab sofort nicht mehr zepideh, sondern werkeltagebuch, und wird in hoffentlich absehbarer Zukunft meine Bloginhalte wiedergeben. Das dauert allerdings, denn es sind fast 4 Jahre und ich war nicht immer so krea-tief wie heutzutage. 
Bekehrend wirkte übrigens AnnavonDawanda, die seit Sommer AnnavonPinterest ist und deren Vortrag, wenn man von den ungeklärten Urheberrechtsfragen absieht, für die sie nichts kann, mich deutlich motiviert hat. Wobei man sich schon fragt, wieso genau diese Belange immer noch offen sind, denn neu sind sie nicht.

Anna von BerlinMitteMom, eine überaus angenehme Person mit einer guten Balance aus gesundem Menschenverstand, Intellekt und Herz, erzählte uns im Anschluss über das Selbstbewußtsein bzw. "Mehr Mut beim Bloggen" und hatte Beispiele aus ihrer Laufbahn als "Mamabloggerin" (was für ein Wort) im petto, die verdeutlichen konnten, dass es keine höhere Instanz gibt, die bestimmt, wer oder was relevant sei oder nicht.

Tweets zu @berlinmittemom
Noch ein Auszug aus meinem Twitterschaffen

Für mich war die Konferenz dann leider schon zuende, aber die vielen Beiträge, die Ihr auf der Blogst-Seite finden könnt *klick* geben wieder, wie der 2. Konferenztag weiterging und überhaupt alles, was hier nicht zusammengefaßt wird.


Übrigens habe ich bei 2 Instagram-Gewinnspielen der Sponsoren mitgemacht und beide Male was gewonnen, ist das cool?

Auf die Frage von roomido "Was ist Design?" sollte man sich im Hotel umsehen und etwas ablichten, das die Antwort darauf sein könnte. Mein Bild ist dies (Kronleuchter von unten, am Rechner hätte ich die Dinger oben und unten weggemogelt, aber am Handy ging das nicht).

Meine Antwort auf die Frage von @roomido

Für Maisons du monde galt es, den von ihnen aufgebauten Candytable fein zu knipsen, meine mit bescheidenen Mitteln erstellte Collage (die übrigens diese unglaublichen lüla Cake Pops zeigt, die mit so einer schmandtigen Masse plus einem Hauch Mohn gefüllt waren und mich in meine Träume begleiten) ...

Candytable von Maisons Du Monde

... hat den dritten Platz belegt. Dafür gibt es ein Geschenk zusätzlich zu den vielen Leckereien, durch die ich mich im Laufe der Konferenz ohnehin schon gefräst hatte.

Seid also herzlich gegrüßt von Nina, genießt eine schöne restliche Woche. Und wer übrig hat, bitte schickt mir etwas Adventsstimmung oder Weihnachtselan oder wovon Ihr alle so viel zu haben scheint, dass mir ganz flau wird. Ich brauch das auch, bitte.

P.S.: Mein Freundebuch ist verschwunden. Hat es zufällig jemand gefunden? So schade ...

Die gesammelten Sponsoren findet Ihr hier, wie immer ermöglicht die Zusammenarbeit mit den Unternehmen diverse Privilegien wie Goodiebags, moderates Ticketpreisniveau und diverse Angenehmlichkeiten vor Ort.

Montag, 10. November 2014

Berit sagt das böse Wort und ich muss es ausbaden. 7 Fakten über mich.

Also dann, liebe und wundervolle Berit, nicht halb so stilvoll wird mein Beitrag mit 7 Fakten über mich wie Deiner, aber der gute Wille zählt. Die Opferbereitschaft, möchte man in diesem Kontext fast sagen. Fast :-)

Drei davon habe ich vor einem Dreivierteljahr schonmal bei Instagram preis gegeben, damals wurde ich nach 5 Macken oder Marotten oder so gefragt. Die können hier gut nochmal auftauchen, wer außer mir weiß das sonst noch?

1.
Wäre der kleine Krawallix ein Mädchen geworden, hätte er wahrscheinlich "Helene" geheißen. Im Zuge der Hysterie um eine Populärmusikantin bin ich sehr froh, dass dem nicht so ist.

2.
Im Winter schlafe ich auf einem schwedischen Fellding (mit unmöglichem Namen) unter einer Kuscheldecke und einer Bettdecke. Der Winter dauert etwa ein Dreivierteljahr.

3.
Selbstgespräche. Immer. Mit mir oder nicht anwesenden Personen. Ich hab es schlecht im Griff und vergesse manchmal aufzuhören, wenn ich das Haus verlasse. Aber es hilft, sich auf Unterhaltungen vorzubereiten, die kreisenden Gedanken auch mal laut zu sagen. Und zu hören, wie doof es sich anhört. Um etwas besser zu machen. So sind meine endgültigen Gespräche eigentlich Konservenvarianten, es sei denn, das Gegenüber äußert etwas anderes als gedacht. Also so gut wie immer.

7 Fakten über mich dank Berit von marmeladekisses

4.
Als ich 4 war, habe ich meine Kindergärtnerin (vornübergebeugt, Perlen sortierend) in den Hintern getreten. Sie hatte zuvor im Stuhlkreis mein Bild vom Kleinen Gespenst zerrissen. Es zeigte eine Kiste und die Sonne, das Tagsüber-Szenario sozusagen. Weil ich schon immer schlecht malen konnte. Aber eben dennoch mit Künstlerehre.

5.
Wenn ich andere Leute außer meinen Kindern mit Kosenamen anrede, z.B. "Schätzeken", dann hab ich möglicherweise ihren Namen vergessen und kann nicht nochmal fragen. Weil schon zu oft gefragt oder weil die andere Person so herzlich ist und ich mich schäme. Aber Namen und auch Gesichter sind schwierig.
Nachtrag: Da steht möglicherweise. Menno ;-)

6.
Struktur in meiner Umgebung ist für meine innere Struktur überlebenswichtig. Ich drehe schwer am Rad, wenn es chaotisch, unordentlich oder gar verdreckt ist. Das betrifft aber ausschließlich die heimatlichen Hallen, wie es bei anderen Leuten aussieht, ist mir komplett Hupe. Meine Freundin A. (ja, Du - Bekloppte!) meint nach Jahren noch immer, sie müßte putzen, bevor ich zu Besuch komme. Niemand muss das. Es ist mir egal. Allerdings (Einschränkung) gab es im Laufe der Jahre wohl einmal die Situation, dass es bei jemandem in jedem Zimmer so dreckig war, dass die Nahrungsaufnahme nur mit angehaltenem Atem möglich war. Lieber nichts schmecken, an etwas anders denken, lächeln, schnell satt sein. So höflich bin ich. Liest Du das, A.?

7.
In meiner Jugend liebte ich einen Sänger. Zwar zierte kein Starschnitt die Wände, aber ein kleines hölzernes Rähmchen begleitete mich überall hin. Jahrelang. Seine Musik aus dieser Zeit ist bis heute unerreicht, nie wieder haben Melodien und Texte mich so berührt und begeistert. So ist meine Lieblingsband (deren Vorarbeiter er war) seit 1985 dieselbe. Heute folge ich ihm (und seiner Tochter) auf Instagram. Modern times.

So, aufwachen, das war's!

Ich muss weiternominieren, das tu ich auch, leiden sollt Ihr :-)
Zeigt her Eure Fakten Steffi, Monika, Frau S., Annette, Anneliese, Britta und Frauke. Und Frau BuxSen und Christiane.

Habt nun einen schönen Montag und startet gut in die Woche. Beste Grüße von Nina, die übrigens angefangen hat, auf Kommentare direkt hier im Blog zu antworten.

Dienstag, 4. November 2014

Upcycling - Dienstag November 2014

Hier sammeln wir im November 2014 Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.

Wer keinen Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder bei Pinterest. Durch Eure Teilnahme erklärt Ihr Euch damit automatisch einverstanden. Bitte verwendet nur Fotos, an denen Ihr die Bild- und Motivrechte innehabt.

This is where we collect upcycling ideas for November 2014. Feel free to join us (does not have to be a new posting, a good idea never grows old :-)). We gather and share our projects on Pinterest, please do only join in if you are fine with that. Furthermore it is important that you hold the rights to the pictures you are posting.


Auch beim Upcycling-Dienstag für November könnt Ihr Euch in Sachen Nachhaltigkeit und Wiederverwertung / Zweckentfremdung gerne hier austoben, egal an welchem Wochentag, Hauptsache, er liegt innerhalb von 11/2014. Ältere und neue Projekte sind willkommen, kleine und große, einfache und knifflige. Das Linktool findet Ihr am Ende des Postings.

Ihr könnt Euch von Eurem Blog aus hier verlinken oder aus Eurem Instagram-Account heraus, das ist eine Neuerung bei InLinkz und hier (*klick*) könnt Ihr nachlesen, wie es geht. Das mag ja doch praktisch sein, wenn man entweder nicht bloggt oder Zeit / Lust nicht fand.

Denkt an den Backlink, sonst funktioniert es nicht, hoffentlich tut es das überhaupt, bitte seht mir eventuelle Kinderkrankheiten der Neuerung nach.

It's a linkparty now, I thought that might be easier and more transparent for you. I'll pin on Pinterest anyway, so hopefully this is the nicest way for all of you to join in and to have a good overview over the other projects. You join in from your blog or your Instagram account - don't forget the backlink.

°°°° °°°° °°°° °°°°

Eines der zentralen Themen bei uns sind gerade die Katzen, die in den letzten Monaten zu uns kamen und so drehen sich meine Werkeleien auch in Teilen um Tomte, Mavie und den Plüschmann

Zuerst fehlte ein Katzenkorb und das war viel einfacher umzusetzen als gedacht. Besteht Interesse an einer Anleitung? Wenn ja, dann schreit, ich war mir unsicher, ob oder ob nicht.

Katzenkorb

Der Korb setzt sich zusammen aus Vorhangstoff (Cord), einer alten Restdecke (schwarzer Plüsch, schon katzisch angelullert und darum den Gefährten sehr sympathisch) und Bodenwischtuch für den Stand. Im Unterteil ist ein Kissen eingenäht aus einer ollen Fleecedecke, gefüttert mit Resten aus der Nähstube.

Katzenkorb

Die Größe ist für eine Katze berechnet. Wie man sieht. Notiz an Selbst: Noch einen machen.

Katzenkorb

Die Medikamente von Mensch und Katz sind in diesem Küchenutensilo verstaut, der ist schnell aus alten Jeans gemacht und auch Reststücke kann man dafür gut gebrauchen. Falls sich jemand fragt, die beiden Jungkatzen brauchen dieses Darmsanierungszeug mit den gelben Etiketten, außerdem Globuli und der Plüschmann bekommt mit der Watte die Augenpartie gereinigt. Weißte Bescheid.

Utensilo aus alten Jeans

Die Säume der alten Jeans sind auch noch am Start, hier als Katzenspielzeug an einem Ast aus dem Kinderfundus plus etwas Garn und einem Glöckchen aus der Kramkiste. 

Katzenspielzeug aus Jeanssäumen

Katzenspielzeug aus Jeanssäumen

Der Tomte liegt dabei übrigens auf einem flotten Sofa-Patchworkkissen aus alten Jeans.

Katzenspielzeug aus Jeanssäumen Patchworkkissen

Und mein altes Ohnehin-Schon-Upcycling-Tablett aus Kronkorken und Fahrradschlauch gefiel farblich nicht mehr, also wurde es umlackiert. Upcycling 2.0, sozusagen.

Tablett Upcycling 2.0 aus Kronkorken

Ihr Lieben, verlinkt Euch gerne mit allem, was Ihr habt, ich freu mich und hoffe, Pinterest damit zeitnah betanken zu können. Seid geherzt, habt einen schönen Monat. Alles Liebe von Nina, die natürlich den Creadienstag auch heimsuchen wird, keine Frage.

Dear international readers, in case you exist, this month's upcycling is partly focussed on our cats. An old curtain plus blanket became a cat basket, the seams of some of the jeans used can be repurposed as a cat's toy, the medication for cats and humans are stored in an organizer made from exactly those pairs of jeans and -as you can see under one of our cats in the pictures, there were still enough left for a sofa cushion. Moreover my old upcycling tray changed colour to be to my liking again. Take care and enjoy a lovely November, in case you want to join in, we'd be delighted. Nina


Dienstag, 28. Oktober 2014

Plüschmann, lieber Plüschmann #adoptdontshop

Seht mir bitte nach, wenn dieser Text eher ein bisschen stümperhaft daher kommt, tatsächlich ist meine Eloquenz in Relation zu meinem Gerührtsein gegenläufig, offensichtlich sind die richtigen Worte einfacher zu finden, wenn grüblerisch.

In diesem Beitrag über Tomte und Mavie hatte ich ja erwähnt, dass wir auch die Bekanntschaft eines grimmigen Perserkaters im Tierheim gemacht hatten, bevor die Entscheidung fiel, die beiden überaus aktiven Jungkatzen bei uns wohnen zu lassen.

Dieser missmutig dreinschauende, kleine, struppige Kollege mochte mir jedoch seitdem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Als wir uns damals von den Katzenunterkünften entfernten, schaute er uns hinterher. Ich ging nochmal zurück und er schnurrte durch das Gitter. Das war so anrührend, so als wollte er sagen: "Ich gucke zwar nicht so, aber ich bin eigentlich ganz nett."

Nun waren die Gedanken natürlich erst einmal beim wahren Leben mit Tomte und Mavie, ihrer Krankheit, dem Weg der Besserung. Aber als es aufwärts ging, spukte mir der Grinch-Kater immer wieder durch den Kopf. Da er nie bei den online vorgestellten Tieren des Tierheims war, hatte ich fälschlicherweise angenommen, er hätte bereits ein Zuhause gefunden.

Letzten Sonntag aber tauchte sein Bild doch dort auf. Es hieß, er warte bereits seit mehr als 5 Monaten auf eine Vermittlung. Und bei mir war der Schalter umgelegt, auch wenn rational nicht so richtig viel dafür sprach.

Eine annähernd schlaflose Nacht später stand ich Montag Morgen also auf der Schwelle des Tierheims, ein bisschen ängstlich gar, dass sie vielleicht sagen würden, es wäre keine gute Idee, ihn mit Tomte und Mavie zu kombinieren, wo er doch eher Ruhe braucht.


Aber im Gegenteil, sie freuten sich.

Der Plüschmann (der vorher "Silver" hieß) ist vermutlich ziemlich alt. Er ist allerdings so zahnlos, dass das niemand mit Bestimmtheit sagen kann, darin waren sich 3 Tierärzte des Heimes einig.

Der Plüschmann hat trockene Augen, die nicht ausreichend eigene Tränenflüssigkeit bilden und sich deswegen entzünden. So braucht er 2x täglich künstliche Tränenflüssigkeit, die er sich aber anstandslos verabreichen läßt. Durch die Überzüchtung seines Gesichtes benötigt er überdies eine regelmäßige Reinigung im Augen- und Nasenbereich.

Seine Kralle war entzündet. Nun ist er so fluffig an den Pfötchen, dass ich die Behandlung nicht gut weiterführen konnte, es erschließt sich mir vor lauter Wolle nicht, welche Kralle es war. Er scheint aber beschwerdefrei (hoffen wir es mal).


Wie lange wir Freude an ihm haben werden, weiß man nicht. Der Plüschmann könnte in der zweiten Halbzeit spielen oder schon beim Elfmeterschießen sein. Aber er bekommt viel Zuwendung und Nähe, die er sehr rührend genießt.

Warum er wohl nach gut 5 Monaten nicht zu vermitteln war? Seine Rasse ist vergleichsweise unmodern geworden (anders als z.B. Maine Coon oder Norwegische Waldkatzen), wird scheinbar als nicht schön empfunden und noch dazu ist er eben kein Baby oder Strahlemann. Das war es dann. Mein großer Junge hatte Tränen in den Augen, als er sein Bild im Netz sah und sagte: "Der muss zu uns kommen." Und er versteht, dass wir den Plüschmann begleiten, so lange es eben dauert.


Bei dem Thema bin ich ziemlich nah am Wasser gebaut. Weil ich super stolz bin auf meine Kinder, die begreifen, worum es geht und sich so freuen über diesen ruhigen, alten Struppi. Und ich schreibe das nicht, um gelobt zu werden oder dem Internet zu erzählen, was wir für Gutmenschen sind. Sondern um vielleicht ein paar Gedanken anzuregen, die bei der ein oder anderen dazu führen mögen, sich für ein älteres Tier zu entscheiden, das geht einem im Idealfall (wie z.B. der famose Plüschmann) auch nicht mehr über Tische und Bänke. Ist aber zu viel Zuneigung in der Lage.


Seid lieb gegrüßt von Nina.