Mittwoch, 22. April 2015

Meine gefühlt ultimative Tunika war mal eine Bubble Pocket

Auf der Suche nach einem Tunika-Schnitt, in Jersey zu nähen, wunschlang, ärmellos, A-Linie und überhaupt wunderbar, wurde ich hartnäckig nicht fündig.

Wer hier schon lange liest und ein Gedächtnis hat, das meinem um Quantensprünge voraus ist, mag sich erinnern, dass vor 2 Jahren und mit der tatkräftigen Unterstützung von Catrin, der Zeremonienmeisterin des Stoffbüros, das erste meiner zuvor verschmähten Overlockmaschine entsprungene Projekt genau so eine Tunika war. Nach dem Freestyle abgewandelten Schnitt der Bubble Pocket aus der Ottobre.

Die damaligen Modifikationen entsprangen ausschließlich Catrins Rechnerhirn und wurden -idiotensicher angeleitet- von meinen dicken Fingerchen umgesetzt. Mehr Glück als Verstand. Aber das Ergebnis - jau. So sollte es.

Diese Tunika hat inzwischen ob der hohen Taktung, in der sie spazierengeführt wird, diverse Alterserscheinungen - abgenutzt, verwaschen plus leicht löchrig kommt sie daher. Getragen wird sie trotzdem. Eine Herzensangelegenheit, und das mir, die ich auf Klamotten sonst wenig gebe. Aber wenn mal, dann richtig.

So, genug gefaselt, Ihr könnt es Euch denken, ich suchte eigentlich einen Schnitt, der genau so ist und den gab es nicht.

Der Originalschnitt aus der Ottobre ist aus Webware genäht, am Rücken mit Reissverschluss, auf den vorderen Seitenteilen sind die plusterigen Taschen aufzubringen und unten soll man einen Gummibund durch den Saum ziehen. Um vermutlich danach auszusehen wie ein Seifenblasenbus auf Stummelbeinchen. Das kommt meinem Schönheitsideal nicht nahe.

Entsprechend habe ich dran herum gewieselt und heraus kam sie, die Tunika, wie sie sein soll. Das grenzt gefühlt an ein Wunder und ich platze latent vor Stolz.

Die Bildrechte hält übrigens Michaela von "Der alltägliche Wahnsinn"

Karmisch korrekt ist der Stoff, der schöne Rabenjersey, ausgerechnet aus dem Stoffbüro. Bämm!

Die Veränderungen im Detail:

  • Schnittgröße eine Größe weniger als sonst, von wegen Dehnbarkeit des Materials;
  • keine Nahtzugabe bei den vorderen und hinteren Seitenteilen;
  • Komplettverzicht auf die Taschen, es wäre aber auch mit schön und realisierbar;
  • kein Gummizug unten;
  • das hintere Mittelteil im Bruch zuschneiden statt 2 Teile (da kein RV), dafür muss das Schnittmuster leicht begradigt werden. Um das zu erreichen, habe ich es auf das vordere Mittelteil gelegt und die Linie übertragen;
  • Begradigung der vorderen Seitenteile, die im Original eine Art Diamantform haben. Das braucht man nicht, wenn man auf den Bubbleeffekt der Taschen verzichtet.
     

Mit diesem Werk nehme ich nun also auch mal wieder nach gefühlten Ewigkeiten am RUMS teil, grüße herzlich in die Runde und wünsche Euch einen wunderbaren Tag plus ein feines Wochenende. Nina

Sonntag, 12. April 2015

Ein Fotoworkshop bei Berit von marmeladekisses.de



Fotografieren ist im Moment das einzige Hobby, dem ich noch etwas Zeit und Mühe widme. Obwohl, wo es gerade geschrieben steht, überführt sich die Autorin gleich der Lüge, gelesen wird auch noch. Laut und leise, für das kleine Volk und "die Mutti selbst". 

Einschub: Ob es irgendjemanden interessieren würde, was hier an Lektüre verspeist wird? Zum Vorlesen geeignet oder für den Erwachsenenbedarf? Wenn ja, dann tut das gerne kund, bisher halte ich mich dazu immer zurück, weil antizipierte Nachfrage <0 und so.


Also nochmal von vorne, ohne Einschub und Unwahrheiten:

Ich knipse gern. Und versuche, "fotografieren" daraus zu machen. Das nun schon eine Weile, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Das Equipment hat nicht Schuld, eher häufig das fehlende Wissen um tiefere Zusammenhänge, seit der Automatikmodus verlassen wurde.

So las es sich betörend, dass ausgerechnet Berit von marmeladekisses im Kreise der Blogowskis ihre Fähigkeiten zur Miete anbot. Berits Bilder sind wunderbar, eines davon ziert unsere Wohnzimmerwand; vor einigen Monden gab es bereits eine Vernissage in Düsseldorf, zu der wir Blogmädchen aus dem Ruhrgebiet pilgerten, um Berits Bilder fein präsentiert zu bestaunen.



In illustrer Runde trafen wir uns nun Ende März bei Oppa Franz, viel Platz, viele schöne Dinge und reichlich Input von Berit kamen wohltuend zusammen. Mir selbst hat es auch einfach Spaß gemacht, mal in Ruhe an der Kamera herumschrauben zu können, so viel Futter auf die Augen (und in den Bauch, lasst uns nicht drumrumreden) zu bekommen und mit erwachsenen Menschen zu sprechen, die sich für dieselbe Sache begeistern.

Ein Blick durch das Display auf eines der vielen liebevoll aufgebauten Szenarien.

Das dann "in echt" ungefähr so aussah. So viel Zeit nimmt man sich im Alltag leider zu selten.



Wohlgenährt und mit einem Stapel Fotos endete ein inspirierender Tag viel zu schnell, aber völlig im Zen.

Danke, liebe Berit!



Wer übrigens andere Postings zum Thema lesen möchte, Vielfalt ist ja eine Tugend, der mag mal einen Blick werfen zu Christina, Katti, Vanessa, Nike, Catinka , Monika und Michaela.

Dienstag, 7. April 2015

Upcycling - Dienstag / Tuesday April 2015

Hier sammeln wir im April 2015 Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.

Wer keinen Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder bei Pinterest. Durch Eure Teilnahme erklärt Ihr Euch damit automatisch einverstanden. Bitte verwendet nur Fotos, an denen Ihr die Bild- und Motivrechte innehabt.

This is where we collect upcycling ideas for April 2015. Feel free to join us (does not have to be a new posting, a good idea never grows old :-)). We gather and share our projects on Pinterest, please do only join in if you are fine with that. Furthermore it is important that you hold the rights to the pictures you are posting.


Auch beim Upcycling-Dienstag für April könnt Ihr Euch in Sachen Nachhaltigkeit und Wiederverwertung / Zweckentfremdung gerne hier austoben, egal an welchem Wochentag, Hauptsache, er liegt innerhalb von 04/2015. Ältere und neue Projekte sind willkommen, kleine und große, einfache und knifflige. Das Linktool findet Ihr am Ende des Postings.

Ihr könnt Euch von Eurem Blog aus hier verlinken oder aus Eurem Instagram-Account heraus, das ist eine Neuerung bei InLinkz und hier (*klick*) könnt Ihr nachlesen, wie es geht. Das mag ja doch praktisch sein, wenn man entweder nicht bloggt oder Zeit / Lust nicht fand.

Ein Backlink ist übrigens meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit, leider nicht für jede(n). Denkt bitte daran, ich mag das nicht anmahnen müssen. Danke.

It's a linkparty now, I thought that might be easier and more transparent for you. I'll pin on Pinterest anyway, so hopefully this is the nicest way for all of you to join in and to have a good overview over the other projects. You join in from your blog or your Instagram account - don't forget the backlink.

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Im vergangenen Monat gab es so viele Beiträge von Euch wie schon lange nicht mehr und ich freu mich riesig darüber. Was für eine Menge an tollen Ideen und schönen Projekten - boah. Sprachlos macht das. Und ist so motivierend auch für mich, die ich kaum Zeit zum Kreativsein finde und im Moment auch lieber Tuniken nähen möchte (eine ist immerhin fertig geworden) als upzucyclen, denn mir gehen die WalleWalle-Klamotten aus. Wie dem auch sei, Ihr seid so vorbildlich, das ist echt großartig.

I was more than pleased to notice how many of you have been participating in our linkparty over the month of March - so this is to say a big thank you and to tell you I am happy and inspired by all of you. Hope to catch up on the creativity side some more and to be able to have some more life 2.0 which has somehow suffered incredibly due to changes in life 1.0.

Frei nach dem Motto "Ein bisschen was geht immer" - geht diesen Monat halt ein bisschen was. Und für diesen eloquenten Bogenschlag wird mir bestimmt die goldene Feder meines Wohnortes verliehen. Also ...

So this month there is not too much to show but some little projects were indeed possible. So here's them, hope you'll like them.

Es fehlte z.B. an Transportdingis für Objektive. Diese Kollegen sind sehr schnell genäht und sowat von praktisch. Es gibt 2 Lösungen für das Gummiband am oberen Ende, einmal ist es in einen Tunnel eingenäht und schaut nur vorne raus (die Variante aus alter Hose in graubeigekamelhaarschlamm) und einmal ist es grob durchgefädelt (der Vertreter aus Kunstlederrest und grünem Kissenbezug).

I did not have those transport thingies for camera objective lenses. These were quickly sewn by using whatever scraps could be found. They come in very handy.

Objektivtaschen aus allerlei Resten / Pouches for camera objective lenses / Upcycling

Auch für die Böden habe ich mir 2 Wege einfallen lassen, das schwarze Exemplar verbirgt zwischen Außen- und Innenfutter im Boden den Deckel von einem Schraubglas, mehrfach mit Stoffkreisen gefüllt und großzügig mit Gewebeband umklebt.

Das andere hat auf der Unterseite des Innenfutters, also unsichtbar bis auf die Nähte, mehrere Schichten an passend zugeschnittenen Stoffkreisen druffgenäht.

The lower part is actually done in two different ways. One has a lid filled with fabric and fixed with textile tape sewn between the two layers and the other has several circles of fabric sewn in between. Both work well.

Die Bilder sind übrigens bei einem Fotoworkshop entstanden, von dem ich Euch noch ausführlicher berichten werde, aber wann bei der aktuellen Posting-Taktung ... wer kann das sagen? Jedenfalls waren wir in Duisburg bei Oppa Franz, was eine so coole und schöne und inspirierende Bürogemeinschaft ist, dass ich auch am liebsten einen Schreibtisch dort mieten würde. Und unterrichtet hat uns Berit, das war ganz wundervoll und ich himmele schon lange ihre Fotokunst an.

Aber zurück nach hier, denn die Idee, so piselich sie ist, macht viel Freude, ich laufe seit neuestem nicht mehr mit meinem Kameraband Werbung für den Hersteller. Das hat total genervt. Aber ein Set bestellen und das alte Band wegwerfen geht ja auch nicht. Zudem ist die Seite, die man am Nacken auf der Haut trägt, überaus angenehm und überhaupt hält das Ding ja gut.

Another little idea that made me happy was covering up the name of the camera company written in the largest letters on the planet all over the camera strap. This took place with the help of some leftover artificial leather.

Kameraband neutralisiert mit Kunstlederrest / Camera strap neutralized with scraps of artificial leather / Upcycling

So hab ich nur den letzten Rest Kunstleder zugeschnitten und einmal komplett über die Werbungsseite genäht. Von weitem sehen nun beide Seiten gleich aus, schwarz halt, seitlich schimmern die roten Ränder ein bisschen durch, aber egal. Zur Not wird da nochmal der schwarze Stoffmalstift geschwungen.

Eine Tastatur galt es noch auszuschlachten, 4 Tasten sind schon gut untergekommen. Auf diesem Wege wurde die schöne Mottokarte (gab es bei La Mesa) noch ein bisschen betont und gefällt mir als Kunst, die zwischen allen Verpflichtungen mal erinnert an das Jetzt, sehr gut.

A keyboard asked for a second life and it became part of some art by reinforcing the message of one of my favourite postcards.

Tastaturkunst / Computer key art / Upcycling

Und eine Kleinigkeit gab es noch aus der Hose in der oben schon nicht zu definierenden Farbe - einen Schreibtischhockerbezug. Die Paspel dazwischen hätte man sich sparen können, ich hab es einfach nicht drauf, aber das stört irgendwie auch keinen großen Geist.

A pair of trousers now is the cover of my stool which I bough second hand but in a colour not within the range of my favourites by far. Unfortunately when on a greater scale talent was handed to humans I did not get the one you need to sew on the piping. But that may be as it is.

Hockerbezug aus Hose / Cover for stool made from old pair of trousers / Upcycling

Vor vielen Monden hat ein mir lieber Mensch übrigens eine super Idee gehabt, die nur dann wirklich Upcycling ist, wenn man Plastikbausteine mit großem L übrig hat und zweckentfremdet. Wir brauchten einen stabilen Abstandhalter zwischen Regalbefestigung und Wand (ich glaube, das Problem, das die Unausgewogenheit verursachte, waren die Fußleisten, aber das sei mal dahin gestellt). Et voilà. Hält bombenfest.

Many moons ago somebody smart (and nice) had the great idea to use one of the plastic bricks our flat is flooded with to bridge the distance between a shelf and the wall (caused by skirting board). Which is awfully stable and needed to be shown even though it's only upcycling when you intend to no longer keep the stones and which is not really the case over here.

Ist allerdings ein einer Ecke, wo das mit dem Fotografieren einerseits und dem Staubwischen andererseits so eine Sache ist. Aber der Zug zum Hochglanzblog ist eh abgefahren :-)



Ganz liebe Grüße von mir an Euch, habt einen schönen Monat mit vielen wunderbaren Momenten. Nina

Enjoy a great month and may beautiful things happen to all of you. Nina 

(Nachtrag - glatt vergessen - ich besuche auch den Creadienstag und Scharlys Kopfkino und TT / Taschen und Täschchen)

Montag, 9. März 2015

Es frühlingt. Ein Ausflug.

Heute (wenn Du das liest: gestern) hatte ich ein paar Stunden ganz für mich. Also den Fotorucksack geschnürt und auf in den Westfalenpark, ein bisschen knipsen üben und das Wetterchen genießen. Und die Ruhe.

Einige Blumen zeigten sich schon in voller Pracht zwischen viel trockenem Kram und streckenweiser noch andauernder Trostlosigkeit. 


Im Rosenreich wartet man auf die Ankuft namhafter Vertreter.


Bei diesem Anblick musste ich an einen unserer Lieblingsfilme ("Epic") denken. Der Baum sieht so verwunschen und kryptisch aus und er könnte glatt Mandrake einsaugen.


Fernab aller Naturereignisse gibt es im Westfalenpark auch den Schnullerbaum, wo Kinder einmal im Jahr ihren Schnuller der Zahnfee geben können und mit einem Geschenk sowie einer Urkunde belohnt werden. Ohne Zahnfee geht der Tausch meines Wissens das ganze Jahr über.


Viele Menschen genossen die warmen Temperaturen und das Licht. So auch diese Dame, deren Persönlichkeitsrechte hoffentlich durch die Nicht-Erkennbarkeit auch nicht verletzt werden. Ich konnte sie schlecht während des Sonnengrußes stören, habe mich aber in dem Versuch, eine Lücke zu finden, immerhin 10 Minuten in ihrer Sichtweite herumgetrieben. Erfolglos.


Die Tierwelt im Westfalenpark ist Yoga gegenüber dieser Tage auch deutlich aufgeschlossener. Manche von ihnen zumindest.

Man beachte Herberts linken Fuß.

Die meisten Enten haben sich aber weniger den schönen Künsten hingegeben, als vielmehr das Wasser genossen.


So wohl die Sonne allen auch tut ...


... so angespannter Stimmung waren manche Menschen dennoch. Meistgehörter Monolog: "Tschüss, Dennis / Ann-Kathrin / Theodor / Chayenne - wir gehen jetzt. Tschüü-üss." Plus kreischendes Kleinkind im Nachgesang.

Aber auch "Boah, Kira, nimm die Hände aus dem Mülleimer, ey, wat soll dat?" und "Paul, Du versaust mir mit Deiner Meckerei den ganzen Tag, zieh Deine Jacke an, wir fahren jetzt, ich bin es leid." 

Die Krokusse hingegen waren still und schön.
Ob das für ein Makro nah genug ist? Wenn nicht, Steffi, schmeiss mich raus, okay?


Zugegeben, ich war froh, kinderfrei zu haben und auf Durchzug schalten zu können. Niemand ist darüber erhaben, seine Kinder mal anzumaulen, die Nase voll zu haben, enttäuscht zu sein, wenn ein Ausflug scheinbar keinerlei Entzücken bei kleinen Menschen generiert, sondern sie immer noch mehr wollen, ohne mal inne zu halten und sich zu freuen. Wenn man dann selber aufgrund von was auch immer dünnhäutig ist, ist die Vorzeigepädagogik flott in der Grütze. Kennt jeder.

Trotzdem schienen heute aus der Ferne die Eltern viel anstrengender.

So hab ich das kleine Volk fast ein bisschen vermisst und gehe jetzt (es ist noch Sonntag), sobald die Bilder alle "oben" sind, eine Runde Gesellschaftsspiele spielen und mich freuen, dass sie da sind und guter Laune. Hände nicht im Mülleimer und so.

In diesem Sinne "Spread the love". :-)


Und einen guten Wochenstart für Euch. Liebste Grüße von Nina

Linked @ MakroMontag

Dienstag, 3. März 2015

Upcycling - Dienstag März 2015

Hier sammeln wir im März 2015 Ideen, wie man aus Ausgedientem wieder etwas Wertvolles machen kann – einen Werkstoff. Jede Anregung ist interessant und jede(r) ist herzlich eingeladen mitzumachen.

Wer keinen Blog hat, der kann mir eine Mail mit einem .jpg schicken. Ich poste die Bilder bei Pinterest. Durch Eure Teilnahme erklärt Ihr Euch damit automatisch einverstanden. Bitte verwendet nur Fotos, an denen Ihr die Bild- und Motivrechte innehabt.

This is where we collect upcycling ideas for March 2015. Feel free to join us (does not have to be a new posting, a good idea never grows old :-)). We gather and share our projects on Pinterest, please do only join in if you are fine with that. Furthermore it is important that you hold the rights to the pictures you are posting.


Auch beim Upcycling-Dienstag für März könnt Ihr Euch in Sachen Nachhaltigkeit und Wiederverwertung / Zweckentfremdung gerne hier austoben, egal an welchem Wochentag, Hauptsache, er liegt innerhalb von 03/2015. Ältere und neue Projekte sind willkommen, kleine und große, einfache und knifflige. Das Linktool findet Ihr am Ende des Postings.

Ihr könnt Euch von Eurem Blog aus hier verlinken oder aus Eurem Instagram-Account heraus, das ist eine Neuerung bei InLinkz und hier (*klick*) könnt Ihr nachlesen, wie es geht. Das mag ja doch praktisch sein, wenn man entweder nicht bloggt oder Zeit / Lust nicht fand.

Ein Backlink ist übrigens meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit, leider nicht für jede(n). Denkt bitte daran, ich mag das nicht anmahnen müssen. Danke.

It's a linkparty now, I thought that might be easier and more transparent for you. I'll pin on Pinterest anyway, so hopefully this is the nicest way for all of you to join in and to have a good overview over the other projects. You join in from your blog or your Instagram account - don't forget the backlink.

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Schon wieder ein Monat um, Ihr seid super fleißig gewesen im Februar, das Board ist pickepackevoll mit tollen Ideen und ick freu mir. Dolle.

Hier (1.0) war im letzten Monat viel los, dennoch ist die Werkelei nicht völlig hinten 'runter gefallen, der monatliche Upcycling-Dienstag ist mir da zugegebenermaßen auch hilfreich, mich zu disziplinieren und die kreative Seite des Lebens nicht völlig außen vor zu lassen.

Da war z.B. die Schwimmtasche, die das Lieblingsmädchen brauchte. Die ursprüngliche Würdenträgerin war bei uns vor vielen Monden auf Umwegen angeschwemmt worden, noch keinen Tag schön gewesen und nun auch noch löchrig. Mäh.

Also wurde der Jeansbestand geplündert, eine zerstörte Hose des o.g. Mädchens paßte genau, musste punktuell mit großen Flicken überdeckt werden, aber das kann ja bisweilen passabel aussehen. Als Tasche zumindest ... Außerdem noch ein Reststück Wachstuch in grau mit weißen Punkten und Autogurt. Dafür habe ich nirdendwo nachts die Scheibe eingeschlagen, sondern ihn schnöde und auch noch neuwertig (Frevel!) online (Doppelfrevel) bestellt.

Starting off with this month's upcycling projects I'd like to show you my favourite girl's new swimming bag made from her torn pair of jeans, some leftover waxed cotton and car belt (which was new).

Swimming bag made from pair of jeans / Schwimmtasche aus alter Jeans und Wachstuchrest / Upcycling

Swimming bag made from pair of jeans / Schwimmtasche aus alter Jeans und Wachstuchrest / Upcycling

Der Creative Director wendet sich befremdet ab.
The creative director turns his back on matters arousing his disgust.

Swimming bag made from pair of jeans / Schwimmtasche aus alter Jeans und Wachstuchrest / Upcycling

Aus den Jeansrestfitzelchen und ebensolchen Wachstuchteilen erwuchs nach Monaten doch noch das Geburtstagsgeschenk für flottelottablau. Bei Instagram ein bisschen geplänkelt und irgendwann im Herbst ein Täschchen versprochen. Weihnachten gefeiert. Sylvester. Karneval. Und dann doch noch die Kurve gekriegt. Wow. :-)

Had promised a birthday present some 4 months ago for the end of December. Bit late now, admittedly, but the recipient liked it nonetheless. Held some kind of surprise, too, which is the hidden advantage in letting people wait that long. Erm.

Täschchen aus alter Jeans und Wachstuchrest / Zippered pouch made from old pair of jeans plus leftover piece of waxed cotton / Upcycling

Täschchen aus alter Jeans und Wachstuchrest / Zippered pouch made from old pair of jeans plus leftover piece of waxed cotton / Upcycling

Sie war mir nicht sauer. Übrigens.

Die Schwimmflügelchen des kleinen Krawallix kamen von Anfang an etwas schwachbrüstig daher, aber total fancy. Leider dem ursprünglichen Zwecke nicht dienlich, so dass der Kompromiss zwischen Mülltonne und Wasserspaß Not tat. Eins der famosen Täschchen habe ich mir spontan selbst unter den Nagel gerissen.

The little boy's swimmies have not been holding their air from day one. But they could definitely not go to the trash and their owner is now happy to be able to use them, even as zippered pouches. I kept one, though. Liked them so very much.

Täschchen aus Schwimmflügeln / Zippered pouches made of swimmies / Upcycling

Täschchen aus Schwimmflügeln / Zippered pouches made of swimmies / Upcycling

Karneval. Auch so ein Thema. Geboren im Rheinland war ich als Kind und Jugendliche Feuer und Flamme, das hat irgendwann mit Nachdruck aufgehört. Wie dem auch sei, hier im Ruhrgebiet wird der Ball einigermaßen flach gehalten, im Kindergarten aber wollte ein kleiner Weltenlenker zur Feier des Rosenmontags ein Gestiefelter Kater sein. Wohlan denn.

Hilfmittel hierzu ein altes Herren-T-Shirt als Umhang und Stulpen, eine olle Batmanhose ohne Gummizug (dann mit) und ein oranges Shirt, das farblich dem begehrten Katzenvieh nahe war. Und ein Plüschbrüstchen bekam. Der Hut ist neu gekauft und stößt den guten Eindruck mit dem Hintern wieder um. Der Mann fand sich sensationell und er war es auch.

Carnival is not really my thing but with children nobody cares. So the little man wanted to be Puss in Boots and it took an old orange shirt (that has a fluffy tummy now), an old black tee of which we used the sleeves as cuffs and the rest as a cape. The trousers belonged to a torn Batman costume and needed new elastic tape. 
He was so so cute.

Gestiefelter Kater aus alten Shirts und Hose / Puss in Boots made with shirts and old pair of trousers / Upcycling

Gestiefelter Kater aus alten Shirts und Hose / Puss in Boots made with shirts and old pair of trousers / Upcycling

Gestiefelter Kater aus alten Shirts und Hose / Puss in Boots made with shirts and old pair of trousers / Upcycling

Bei Luzia Pimpinella gab es kürzlich Kabeltransporter zu bestaunen, hier meine Variante aus Resten von Feuerwehrschlauch und diesen Klammern, die man für Warensendungen verwendet. Haben die einen Namen?

Found mobile homes for cables on another blog and made some from fire hose and those clips you need for some kind of mail. Whatever they are called, I don't even know in German.

Kabelhäuschen aus Feuerwehrschlauch und Briefklemmen / Cable cuffs made from fire hose / Upcycling

Kabelhäuschen aus Feuerwehrschlauch und Briefklemmen / Cable cuffs made from fire hose / Upcycling

Kabelhäuschen aus Feuerwehrschlauch und Briefklemmen / Cable cuffs made from fire hose / Upcycling

Beste Grüße nun an Euch, habt einen schönen Monat, Frühling wär schön und Ideen mag es regnen. Ich freue mich über Eure Projekte, alles Liebe und beste Grüße von Nina

That's it for now, take good care of you and stay healthy. I'd like it to be spring now. And am looking forward to all your projects and ideas. Nina

Linked @ Creadienstag, Scharlys Kopfkino und TT-Taschen und Täschchen



Montag, 23. Februar 2015

Vergängliche Tulpengeschenke

Der große Krawallix, der eigentlich kein Krawallbruder (mehr) ist, sondern eher als "großer Junge" firmieren sollte, ist mit einem überaus weichen Herzen ausgestattet. Er macht mir sehr gern eine Freude und so bringt er ab und zu vom Brötchenholen Blümchen mit. Das rührt mein Mutterherz dolle arg und wir sind dann beide ganz froh über den frischen Strauß auf unserem Eßtisch. 

Schade ist es, sie halten nicht ewig und nach ein paar Tagen sehen die Blumen tatsächlich eher ein bisschen traurig aus. Nicht so sehr allerdings wie der große Junge, der doch möchte, dass sie ewig halten sollen.

Damit er nicht so niedergeschlagen ist, habe ich gestern den Strauß der Vorwoche fotografiert und die durchaus vorhandene Schönheit der verwelkten Tulpen damit versucht festzuhalten. Mein Blumenjunge freut sich sehr darüber und hoffentlich gefallen Euch die Bilder auch.

Einen schönen Start in die Woche uns viel Gesundheit bei grassierender Grippewelle wünscht
Nina

Fading tulips

Macrophotography of tulips

Tulips filtered an awful lot
Mit dem Handy geknipst und via Snapseed durch Drama- und HDR-Filter gejagt.

Linked @ MakroMontag

Montag, 16. Februar 2015

Veganer Zitronen-Griess-Mandelkuchen am Makromontag

Sonntags versuche ich jetzt jede Woche, etwas aus den Resten der Speisekammerkisten zu backen. Am liebsten vegan, tatsächlich, aber nicht zwingend. Und vor der großen Strukturierung gab es hier auch schon regelmäßig was für lecker aus dem Backofen. Sonntagssüß, sozusagen.

Jedenfalls hält dafür häufig das Grundrezept von Susy für Grieß-Nuss-Kuchen her, man braucht nicht viel und kann reichlich improvisieren.


Diese Woche gab es also Mandel-Zitronen-Grießkuchen und dazu eine kleine Fotosession für die Zitrone. Die war schon ein bisschen schlappi, darum mußte der Zestenreisser ran.

Dem Originalrezept habe ich übrigens die Zesten von 3 solchen Zitronen hinzugefügt, ein Päckchen Vanillezucker und statt Milch Mandelmilch. 


Macrophotography lemon peel

Einen guten Start in die Woche wünsche ich Euch, viel Freude und am liebsten sonniges Wetter, das tut auch dann gut, wenn man (wie ich gestern) drinnen bleiben und arbeiten muss. Aber allein die Helligkeit und das freundliche Licht machen schon einen Unterschied.

Beste Grüße von Nina

Linked @ MakroMontag

Samstag, 14. Februar 2015

In Heaven

Seit dieser Woche fahre ich morgens immer durch die Felder im Umland und bestaune trotz früher Stunde die Schönheit.

Weit vorne dabei der gestrige Sonnenaufgang.

Ein schöner Start in den Tag

Seid ganz herzlich gegrüßt, genießt ein schönes Wochenende. Ich schicke meinen Himmelsschnappschuss zu Katja und ihrer Himmelssammlung.

Und vielen Dank Euch allen für die rege Anteilnahme plus die vielen netten Worte zu meinem vormals bösen Dachboden. Wie schön es ist, so etwas teilen zu können!

Nina

Mittwoch, 4. Februar 2015

Mein böser Dachboden - Teil 5 und Serienende

Es ist schon lange her. Ein Jahr.


In 2014 sollte die Mission Dachboden abgeschlossen und damit auch dauerhaft abgehakt sein. Das Jahr fing an keinem allzu schlechten Punkt an, denn, wie man den Beiträgen zum Thema entnehmen konnte, das Bergfest war schon gefeiert und somit nicht mehr allzu viel zu tun.

Pustekuchen könnte man sagen. Oder "harhar".

Es ist wohl doch so gewesen, dass das Ausmisten des Kellers, der Kinderzimmer, des Wohnzimmers und des Stoffschrankes zur Folge hatten, dass da oben schleichend wieder mehr und mehr los war. Aber in die falsche Richtung.

Um ehrlich zu sein, als ich mich im Dezember 2014 dann doch noch, denn so lange ruhte still der See, auf den bösen Dachboden stürzte, um einen der Guten aus ihm zu machen, waren wir irgendwo zwischen Posting 1 und 2 zum Thema. Also wieder ziemlich am Anfang. 

Hier ein Foto zur Erinnerung.


Katja hatte gelesen, der Keller eines Hauses stünde sinnbildlich für die Vergangenheit und der Dachboden für die Zukunft.

Den Keller auszumisten war kein Problem, obwohl der so voll war, dass man sich eine Schneise schlagen musste, um an die Waschmaschine zu gelangen. Ihn ordentlich zu halten gestaltet sich ebenfalls einfach, schon mehr als ein Jahr (oder 2?) lang. Das paßt tatsächlich gut dazu, da ich mit den unrunden Episoden der Vergangenheit immer weniger hadere, eigentlich gar nicht mehr.

Der Dachboden, die Zukunft, war schon eher ein Problem.

Aber nachdem sich Ende des vergangenen Jahres auf wundersame Weise die Dinge auflösten, die mich dahingehend nun doch schon lange blockierten, fluppte die Nummer auf einmal.
Dass es 2 Tage nach Weihnachten 'reinregnete und der Dachdecker in dem Zustand, in dem der Dachboden war, niemals auch nur annähernd Zugang zu den beiden heiklen Stellen gehabt hätte, war zwar lästig, aber ein guter Startschuss.

Seit Ende Dezember habe ich also reichlich Zeit dort oben verbracht, irgendwo zwischen 25 und 30 Stunden allerdings beim Mitzählen den Faden verloren. Jedes Teil ging einmal durch meine Hand. Autoladungen voll Dingen wanderten ins Sozialkaufhaus und 2 Fahrten zur Müllkippe waren leider auch nötig, aber da war nix zu retten.

Jetzt atme ich durch. Es ist vollbracht, alle Kisten sortiert, beschriftet, und das macht möglich, dass auch die Wohnung ordentlich bleibt, denn jedes in diesem Haushalt weiterhin beheimatete Teil hat nun einen festen Platz. Wenn der auf dem Dachboden sein sollte, ist es dennoch unproblematisch und nur ein Handgriff.






Ich freue mich unsagbar über die Struktur, die Ordnung, die Luft, die das bedeutet. Und auf die Zukunft.

Seid liebst gegrüßt von Nina.

Und -wie auch letzte Woche die Speisekammer- dieses Geschenk an mich selbst und meine Lebensqualität geht zum RUMS. Wenn ich beim Anblick der Speisekammer schon einen Eisprung bekomme, mag man den Augenkontakt mit dem Dachboden einer hormonellen Implosion gleichsetzen.